
KI-Recherche bei der Arbeit: Beispiele und sichere Schritte
3inch.ai Redaktion · · Aktualisiert
Bei der Informationssuche für die Arbeit kann es viel Zeit kosten, Kandidaten zusammenzutragen oder in vielen Unterlagen die relevanten Stellen zu finden.
KI kann beim Ordnen von Recherchepunkten und Prüfen öffentlicher Informationen helfen; zugleich stellt sich die Frage, welche internen Informationen eingegeben werden dürfen und ob sich die Ergebnisse direkt verwenden lassen.
Anhand konkreter Arbeitssituationen erklärt dieser Artikel die Schritte von der Prüfung vor der Eingabe bis zur Übergabe der Ergebnisse.
Legen Sie zuerst fest, welche Aufgaben die KI übernehmen soll.
Zuerst festlegen, was Menschen entscheiden
Bestimmen Sie vor der Nutzung von KI das Ziel der Arbeit und die Person, die am Ende entscheidet.
Nehmen wir an, eine Person in einem kleinen Unternehmen prüft Online-Konferenzdienste für eine interne Lerngruppe.
Das Ziel ist nicht, die KI einen populären Dienst auswählen zu lassen, sondern Prüfpunkte zusammenzustellen, um Kandidaten für einen eigenen Test auszuwählen.
Die KI kann öffentliche Informationen suchen und Vergleichskriterien ordnen; welche Dienste getestet werden, entscheiden die zuständige und die genehmigende Person.
Nur notwendige Vergleichsbedingungen angeben
Angenommen, die Lerngruppe soll einmal monatlich mit höchstens 20 Personen stattfinden und die Teilnahme per Smartphone muss möglich sein.
Diese Bedingungen dienen als Lehrbeispiel; sie beschreiben kein bestimmtes Unternehmen und keine reale Lerngruppe.
Wenn Personenzahl, benötigte Bedienung und Entscheidungszeitpunkt bekannt sind, lässt sich konkreter bestimmen, was zu prüfen ist.
Namen der Teilnehmenden oder Vertragsinhalte von Geschäftspartnern sind dagegen normalerweise nicht nötig, um Produktfunktionen anhand öffentlicher Informationen zu untersuchen.
Überlegen Sie bei echter Arbeit, welche Informationen wirklich nötig sind, und prüfen Sie die Regeln Ihres Unternehmens sowie die Nutzungsbedingungen des Dienstes, um zu entscheiden, ob Sie diese Informationen senden dürfen.
Vor der Eingabe Datenweitergabe und Nutzung prüfen
Bevor Sie Texte oder Dateien an eine KI senden, prüfen Sie, ob diese Informationen an genau diesen Dienst übermittelt werden dürfen.
Geben Sie insbesondere Kundendaten, nicht veröffentlichte Umsätze, Verträge oder interne Unterlagen nicht einfach deshalb ein, weil es bequem erscheint.
Sind für Ihre Organisation bestimmte Dienste oder Konten vorgesehen, verwenden Sie die genehmigte Umgebung statt eines persönlichen Kontos.
Eine veränderbare Diensteinstellung bedeutet nicht, dass Ihr Unternehmen die Übermittlung dieser Informationen erlaubt; klären Sie Zweifel vor der Eingabe mit der Administration oder zuständigen Abteilung.
Mit fiktiven Bedingungen statt echten Unterlagen beginnen
Für die Auswahl des Konferenzdienstes lassen sich Vergleichspunkte auch ohne echte Teilnehmerliste oder internen Kalender anhand von Bedingungen wie höchstens 20 Personen und Teilnahme per Smartphone sammeln.
Wenn Sie nur mit öffentlichen Informationen und fiktiven Bedingungen beginnen, können Sie den Rechercheablauf ausprobieren, ohne unnötige interne Informationen zu senden.
Selbst wenn Zahlen verändert wurden, können Kombinationen von Angaben ein Unternehmen oder Projekt identifizierbar machen.
Beachten Sie daher auch beim Ersetzen durch fiktive Bedingungen vorrangig die Regeln Ihrer Organisation.
Mit öffentlichen Informationen Vergleichsmaterial sammeln
Sobald der erlaubte Eingabeumfang geklärt ist, bitten Sie die KI um Informationen für den Vergleich.
Prüfen Sie vor der Eingabe oder Übermittlung vertraulicher oder personenbezogener Informationen die Regeln Ihrer Organisation und die Nutzungsbedingungen des Dienstes, um festzustellen, ob Sie diese Informationen übermitteln dürfen.
Ist die Erlaubnis unklar, senden Sie die Informationen nicht und testen Sie stattdessen mit öffentlichen Informationen oder fiktiven Inhalten.
Die folgende Anfrage ist ein Lehrbeispiel, für das keine echten internen Unterlagen übermittelt werden.
Ich prüfe Konferenzdienste für eine Online-Lerngruppe.
Es nehmen höchstens 20 Personen teil, und die Teilnahme per Smartphone muss möglich sein.
Nenne anhand öffentlich zugänglicher offizieller Informationen Punkte für den Vergleich von Kandidaten.
Ich möchte den kostenlosen Leistungsumfang, die Teilnahmewege und die nötigen Schritte für die veranstaltende Person prüfen.
Gib als Fundstelle zu jedem Punkt Titel und URL der offiziellen Seite an und kennzeichne nicht gefundene Bedingungen oder Informationen als ungeprüft.
Ergänze Preise oder Nutzungshäufigkeiten nicht durch Vermutungen.
Hier wählen Sie noch keinen Dienst aus, sondern sammeln Vergleichskriterien und Fundstellen offizieller Informationen.
Auch bei einer Antwort mit Suchfunktion können Zitate oder Suchergebnisse veraltet oder falsch sein; öffnen und prüfen Sie daher die angegebenen Seiten. [2]
Eine fiktive Antwort prüfen
Nehmen wir an, Sie erhielten folgende Antwort.
Mögliche Prüfpunkte: Teilnehmerzahl, Teilnahme per Smartphone, Zeitlimit des kostenlosen Tarifs und Kontoanforderungen für die veranstaltende Person.
Prüfen Sie Preise und Zeitlimits auf der Preisseite des Anbieters und die Teilnahme per Smartphone in dessen Hilfe.
Quelle: Titel und URL offizieller Seiten konnten nicht bestätigt werden. Sie bleiben ungeprüft.
Diese Antwort wurde zur Erklärung erstellt; sie ist weder ein tatsächliches KI-Suchergebnis noch das Ergebnis einer Funktionsprüfung einzelner Dienste.
Sie nennt zwar relevante Vergleichspunkte, aber aus dieser Antwort allein geht noch nicht hervor, welcher Dienst die Bedingungen erfüllt.
Als Nächstes sucht die zuständige Person offizielle Seiten zu den tatsächlichen Kandidaten und hält Tarif und Prüfdatum fest.
Geprüfte Angaben nach Kandidaten getrennt festhalten
Um die Übergabe von Vergleichsergebnissen zu erklären, verwenden wir nun zwei fiktive Dienste.
Alle folgenden Hinweise, Dienstnamen, Zahlen und Prüfdaten sind Lehrmaterial und beschreiben keine Funktionen realer Produkte.
Kostenloser Tarif: höchstens 30 Teilnehmende pro Konferenz.
Smartphone: Teilnahme über den Browser möglich.
Konferenzdauer: höchstens 40 Minuten pro Sitzung.
Prüfdatum im Lehrbeispiel: 10. Januar 2027.
Kostenloser Tarif: höchstens 50 Teilnehmende pro Konferenz.
Smartphone: Teilnahme über eine eigene App möglich.
Konferenzdauer: in diesem Auszug nicht angegeben.
Prüfdatum im Lehrbeispiel: 10. Januar 2027.
Für dieses Lehrbeispiel waren 20 Teilnehmende und die Nutzung per Smartphone als Bedingungen festgelegt.
Gemessen allein an Teilnehmerzahl und Teilnahmeweg in diesen Angaben kommen sowohl A als auch B für eine weitere Prüfung infrage.
Die Konferenzdauer bei B bleibt ungeprüft, weil sie im Auszug nicht angegeben ist.
Aus der fehlenden Angabe folgt weder, dass es kein Zeitlimit gibt, noch dass die Funktion fehlt.
Auch die geplante Dauer der Lerngruppe wurde im Beispiel bisher nicht angegeben; daher lässt sich noch nicht beurteilen, ob die 40 Minuten von A genügen.
Von der Vergleichsnotiz zur nächsten Prüfung
Die zuständige Person kann die Angaben so ordnen:
- Teilnehmerzahl: Im Lehrbeispiel höchstens 30 bei A und 50 bei B.
- Smartphone: Laut Lehrbeispiel Browser bei A, eigene App bei B.
- Konferenzdauer: A höchstens 40 Minuten; bei B im Auszug nicht angegeben.
- Als Nächstes prüfen: Geplante Dauer der Lerngruppe und Konferenzdauer im kostenlosen Tarif von B.
- Entscheidung: Die geplante Dauer der Lerngruppe und die Konferenzdauer von B prüfen, um A und B zu vergleichen und einen Kandidaten auszuwählen.
Bisher wurden nur Bedingungen aus den fiktiven Angaben zusammengestellt; eine Teilnahme auf einem tatsächlichen Gerät wurde nicht ausprobiert.
In der Praxis halten Sie URLs und Prüfdaten der tatsächlichen offiziellen Seiten fest und berücksichtigen, dass vollständige Seiten oder Bedingungen vom Auszug des Lehrbeispiels abweichen können.
Wenn Sie geprüfte Fakten, nicht getestete Bedienung und noch zu klärende Bedingungen trennen, kann die nächste zuständige Person leichter entscheiden.
Ergebnisse zusammen mit ihrem Prüfstatus übergeben
Wenn die recherchierende Person nicht selbst über die Einführung entscheidet, vermittelt ein bloßes Fazit nicht, was bereits geprüft wurde.
Halten Sie deshalb für jeden Kandidaten die nötigen Bedingungen und den Stand ihrer Prüfung fest.
Die folgende fiktive Prüfnotiz wurde zur Erklärung erstellt und beschreibt weder Leistung noch Preise eines realen Dienstes.
Ziel: Testkandidaten für einen Konferenzdienst wählen, an dem bis zu 20 Personen einer Lerngruppe per Smartphone teilnehmen können.
Prüfpunkte: Teilnehmerzahl, Teilnahmeweg per Smartphone und Zeitlimit des kostenlosen Tarifs.
Geprüft: Teilnehmerzahl und Teilnahmeweg anhand der fiktiven Angaben; A erlaubt im kostenlosen Tarif höchstens 40 Minuten.
Ungeprüft: geplante Dauer der Lerngruppe, Konferenzdauer im kostenlosen Tarif von B und Bedienung auf den verwendeten Geräten.
Als Nächstes: Die zuständige Person prüft die geplante Dauer der Lerngruppe und die Konferenzdauer von B.
Entscheidung: Die benötigte Dauer und die Konferenzdauer von B prüfen, um A und B zu vergleichen und einen Kandidaten auszuwählen.
„Geprüft“ bezieht sich hier ausschließlich auf die oben gezeigten fiktiven Angaben.
Es handelt sich weder um eine Recherche zu echten Produkten noch um einen Test auf einem Gerät.
Nach der Prüfung echter Seiten ergänzen Sie Dienstname, betreffenden Tarif, URL der belegenden Seite, Prüfdatum und die dort genannten Bedingungen.
Wenn Sie eine Angabe nicht finden, lassen Sie sie nicht einfach leer: Kennzeichnen Sie sie als ungeprüft und bestimmen Sie, wer als Nächstes nachsieht.
Offizielle Angaben und eigene Tests getrennt notieren
Selbst wenn eine offizielle Seite die Teilnahme per Smartphone nennt, belegt das allein nicht, dass sie auf allen Geräten der Teilnehmenden problemlos funktioniert.
Testen Sie deshalb vor dem tatsächlichen Einsatz bei Bedarf mit den vorgesehenen Geräten und Netzwerken.
Trennen Sie in der Notiz Angaben von offiziellen Seiten von eigenen Testergebnissen und kennzeichnen Sie nicht getestete Bedingungen nicht als getestet.
Die Entscheidung aktualisieren, wenn eine Bedingung geklärt ist
Angenommen, die Person, die die Notiz erhält, fragt beim Veranstalter nach und erfährt, dass die Lerngruppe für 60 Minuten geplant ist.
Nehmen wir weiter an, in einer fiktiven Information zu Dienst B steht folgende Bedingung.
Im kostenlosen Tarif von Dienst B kann eine Konferenz höchstens 90 Minuten dauern.
Prüfdatum im Lehrbeispiel: 11. Januar 2027.
Vergleichen wir diese Information mit den zuvor genannten maximal 40 Minuten bei A und 90 Minuten bei B.
Wenn die geplanten 60 Minuten als eine einzige Konferenz stattfinden sollen, reichen die 40 Minuten von A nicht aus; die 90 Minuten von B erfüllen die zeitliche Bedingung.
Für die Teilnahme per Smartphone war bei B allerdings eine eigene App angegeben.
Ob die vorgesehenen Teilnehmenden diese App verwenden können und ob die Organisation ihre Installation erlaubt, wurde noch nicht geprüft.
Daher lässt sich jetzt lediglich als nächster Schritt festlegen, B als Testkandidaten zu prüfen.
Vor einer endgültigen Einführung prüft die zuständige Person die Bedienung auf den vorgesehenen Geräten und die Nutzungsregeln der Organisation.
Konferenzzeiten und Dienstnamen dieses Beispiels sind fiktiv und keine Bedingungen realer Produkte.
Auch die ergänzte Notiz von der alten Fassung unterscheiden
Wenn neue Informationen vorliegen, ändern Sie nicht stillschweigend nur das Fazit, sondern halten Sie fest, was zusätzlich geklärt wurde.
Zusätzlich geprüft: Die Lerngruppe dauert geplant 60 Minuten; der kostenlose Tarif von B erlaubt höchstens 90 Minuten pro Konferenz.
Geänderte Entscheidung: Falls die 60 Minuten in einer einzigen Konferenz stattfinden, reichen die 40 Minuten von A nicht; B wird als Testkandidat geprüft.
Noch zu prüfen: Lässt sich die App von B auf den vorgesehenen Geräten nutzen, und entspricht das den Regeln der Organisation?
Entscheidung über die endgültige Einführung: durch zuständige und genehmigende Person nach diesen Prüfungen.
Halten Sie in der Praxis nach den geltenden Weitergaberegeln auch fest, wer zusätzlich geprüft hat, wann dies geschah und welche URL oder Auskunft die Grundlage war.
Auch wenn weitere Bedingungen geklärt sind, dürfen verbleibende offene Punkte nicht als geprüft erscheinen; nur so lässt sich der Stand richtig übergeben.
Den Umfang der Anfrage an die Arbeitsaufgabe anpassen
Auch außerhalb der Auswahl eines Konferenzdienstes kann KI helfen, erste Recherchepunkte zu ordnen.
Da benötigte Informationen und Quellen je nach Aufgabe unterschiedlich sind, erklären Sie wofür die Information gebraucht wird, statt dieselbe Anfrage unverändert zu übernehmen.
Informationen für Kundinnen und Kunden vorbereiten
Beispielsweise möchten Sie zu einer öffentlich angekündigten Veranstaltung mögliche Fragen von Kundinnen und Kunden sammeln.
Prüfen Sie vor der Eingabe oder Übermittlung vertraulicher oder personenbezogener Informationen die Regeln Ihrer Organisation und die Nutzungsbedingungen des Dienstes, um festzustellen, ob Sie diese Informationen übermitteln dürfen.
Ist die Erlaubnis unklar, senden Sie die Informationen nicht und testen Sie stattdessen mit öffentlichen Informationen oder fiktiven Inhalten.
Die folgende fiktive Veranstaltungsankündigung wurde zur Erklärung erstellt.
Bastelwerkstatt für Eltern und Kinder
Termin: 12. Juni 2027, 10:00–11:30 Uhr
Ort: Werkraum im Stadtteil-Lernzentrum
Anmeldung: über die Website des Veranstalters.
Teilnahmegebühr: kostenlos
Die Ankündigung beschreibt weder eine reale Veranstaltung noch einen realen Veranstaltungsort.
Im Lehrbeispiel erhält die KI diesen Auszug und erstellt mögliche Fragen; anschließend wird geprüft, ob die Angaben für Antworten ausreichen.
Lies die folgende Veranstaltungsankündigung und überlege dir drei Fragen, die Kundinnen und Kunden stellen könnten.
Unterscheide bei jeder Frage, ob die Antwort in der Ankündigung steht oder ob eine zuständige Person gefragt werden muss.
Ergänze keine Antworten durch Vermutungen über Angaben, die in der Ankündigung fehlen.
Bastelwerkstatt für Eltern und Kinder
Termin: 12. Juni 2027, 10:00–11:30 Uhr
Ort: Werkraum im Stadtteil-Lernzentrum
Anmeldung: über die Website des Veranstalters.
Teilnahmegebühr: kostenlos
Die folgende fiktive Antwort illustriert eine mögliche Antwort auf diese Anfrage.
Frage: Wie hoch ist die Teilnahmegebühr?
Antwortentwurf: Die Teilnahme ist kostenlos. Dies steht in der Ankündigung.
Frage: Wann beginnt die Veranstaltung?
Antwortentwurf: Um 10:00 Uhr. Dies steht in der Ankündigung.
Frage: Wann endet die Anmeldefrist?
Antwortentwurf: Das steht nicht in der Ankündigung. Bitte fragen Sie die zuständige Person.
Teilnahmegebühr und Anfangszeit lassen sich mit der oben gezeigten Ankündigung vergleichen.
Eine Frist steht dagegen nicht in diesem Auszug: Sie ist hier nicht angegeben, aber daraus folgt nicht, dass keine Frist existiert.
Prüfen Sie bei tatsächlicher Arbeit die vollständige Ankündigung oder aktuelle offizielle Seite und fragen Sie beim Veranstalter nach, wenn Fragen offenbleiben.
Veröffentlichen Sie die KI-Antwort nicht ungeprüft: Vergleichen Sie den Antwortentwurf mit dem Material der veröffentlichenden Stelle, bevor die zuständige Person über die Veröffentlichung entscheidet.
Wenn eine KI eine öffentliche Seite lesen soll, prüfen Sie, ob sie tatsächlich darauf zugreifen kann, oder übermitteln Sie nur Inhalte, deren Eingabe erlaubt ist.
Mit offenen Fragen die zuständige Person ansprechen
Im fiktiven Kreativkurs oben stand im Auszug der Ankündigung keine Anmeldefrist.
Jetzt geht es weder darum, anzunehmen, dass es keine Frist gibt, noch darum, die KI ein Datum erfinden zu lassen, sondern die Frage an den Veranstalter vorzubereiten.
Die Person, die Antworten für Kundinnen und Kunden vorbereitet, könnte zum Beispiel so nachfragen:
Ich bereite Informationen für Kundinnen und Kunden zum Kreativkurs für Familien vor.
Im Auszug der öffentlichen Ankündigung konnte ich Gebühr und Beginn prüfen, aber keine Anmeldefrist finden.
Bitte teilen Sie mir mit, ob eine Frist festgelegt wurde und, falls ja, bis zu welchem Datum und welcher Uhrzeit sie gilt und welche Formulierung wir verwenden dürfen.
Die Anfrage unterscheidet zwischen dem, was bestätigt wurde, und dem, was noch nicht beantwortet werden kann.
Sie fragt auch, ob überhaupt eine Frist festgelegt wurde, statt den Grund für die fehlende Angabe zu erraten.
Auch nach der Prüfung eines bloßen Auszugs können Sie mit einer klar benannten offenen Frage um Auskunft bitten.
Bevor Sie Kundinnen und Kunden die Frist mitteilen, prüfen Sie, ob sich die Antwort auf denselben Kurs bezieht und für welchen Zeitpunkt sie gilt.
Die bestätigte Information in einen Antwortentwurf aufnehmen
Nehmen wir für das Lehrbeispiel an, der Veranstalter antwortet:
Anmeldungen werden voraussichtlich bis zum 5. Juni 2027 um 17:00 Uhr angenommen.
Ist die Teilnehmerzahl vorher erreicht, endet die Anmeldung früher.
Neben Datum und Uhrzeit ist auch die Bedingung wichtig, dass die Anmeldung bei erreichter Kapazität früher enden kann.
Die Aussage, eine Anmeldung sei bis zum 5. Juni garantiert möglich, würde ein Versprechen hinzufügen, das in der Antwort nicht steht.
Ein passender Entwurf könnte so aussehen:
Anmeldungen werden voraussichtlich bis zum 5. Juni 2027 um 17:00 Uhr angenommen.
Ist die Teilnehmerzahl vorher erreicht, endet die Anmeldung allerdings früher.
Bitte prüfen Sie die aktuelle Verfügbarkeit in der Ankündigung des Veranstalters.
Dieser Entwurf beruht auf der fiktiven Antwort und beschreibt keine reale Veranstaltung.
Antworten Sie nach dem genannten Termin, übernehmen Sie den Text nicht unverändert, sondern prüfen Sie anhand der aktuellen Ankündigung, ob die Anmeldung beendet ist.
Auch vor dem Termin zeigt die Antwort allein nicht, ob die Kapazität bereits erreicht ist; prüfen Sie den aktuellen Stand gesondert und versprechen Sie keinen Platz, solange er ungeklärt ist.
Prüfen Sie in der Praxis, ob Sie die Antwort weitergeben dürfen, und halten Sie nach den Regeln Ihrer Organisation fest, wer wann geantwortet hat und wo aktuelle Informationen zu finden sind.
Wenn KI beim Formulieren helfen soll, prüfen Sie vor der Eingabe der Antwort, ob sie nicht öffentliche Informationen enthält und ob Sie diese an den Dienst senden dürfen.
Ist die Erlaubnis unklar, senden Sie den echten Text nicht, sondern klären Sie die Berechtigung oder üben Sie den Aufbau mit fiktiven Bedingungen.
Öffentliche Regelungen und Verfahren überblicken
Bei einer neuen Arbeitsaufgabe können Sie auch öffentliche Informationen einer Behörde suchen und ordnen, welche Punkte zu lesen sind.
Ob eine Regelung für ein Unternehmen oder eine Person gilt, hängt jedoch unter anderem von Zeitpunkt und Umständen ab.
Nennen Sie bei einer KI-Frage nach einem Überblick die betreffende Region, den zu prüfenden Zeitpunkt und den Umfang des Verfahrens und bitten Sie um Hinweise der zuständigen Behörde als Quelle.
Stehen wichtige Entscheidungen über Anträge oder Verträge an, verlassen Sie sich nicht allein auf die KI-Zusammenfassung: Prüfen Sie die ursprünglichen Informationen oder fragen Sie die zuständige Stelle und ziehen Sie bei Bedarf Fachleute hinzu.
Wenn Sie keine Quelle finden, behaupten Sie nicht, die Regelung existiere nicht; notieren Sie, dass sie im untersuchten Umfang nicht bestätigt werden konnte.
Bedingungen zum Unterbrechen festlegen
Legen Sie bei KI-Recherche im Beruf nicht nur fest, wie weit Sie vorgehen dürfen, sondern auch, wann Sie für eine Klärung anhalten müssen.
In folgenden Situationen sollten Sie beispielsweise nicht allein fortfahren, sondern Rücksprache halten:
- Die Recherche erfordert die Eingabe interner Informationen, aber die Erlaubnis zur Übermittlung ist unklar.
- Eine von der KI genannte Quelle lässt sich nicht öffnen oder die betreffende Angabe ist darin nicht auffindbar.
- Angaben zu Preisen oder Nutzungsbedingungen widersprechen sich, und Tarif oder Aktualisierungszeitpunkt lassen sich nicht klären.
- Auf die Recherche soll eine folgenreiche Handlung wie Vertragsabschluss, Kontaktaufnahme mit einer Person oder externe Veröffentlichung folgen.
Anhalten bedeutet nicht, dass die Recherche umsonst war.
Wenn Sie festhalten, was bekannt und was offen ist, können Sie gezielt mit Anlaufstellen oder genehmigenden Personen Rücksprache halten.
Auch festhalten, was die KI nicht tun konnte
Informationen können etwa deshalb fehlen, weil keine Websuche verfügbar war oder eine Quelle nicht erreichbar ist. [1][2]
Selbst wenn eine Antwort erscheint, ist es wichtig, Informationen, nach denen nicht gesucht werden konnte, nicht als geprüft weiterzugeben.
Notieren Sie den Namen der nicht erreichbaren Seite oder die zu prüfenden Bedingungen, damit eine Person anders recherchieren oder den Anbieter fragen kann.
Fazit: KI ordnet, Menschen prüfen und entscheiden
Legen Sie bei KI-Recherche für die Arbeit zuerst Ziel und Rollen fest und prüfen Sie die Nutzungsregeln, bevor Sie Informationen eingeben.
Halten Sie den Prüfstatus der von der KI gesammelten Kandidaten und Quellen getrennt fest und öffnen Sie benötigte Unterlagen zur eigenen Kontrolle.
Drängen Sie nicht auf eine Entscheidung, solange Punkte ungeprüft sind, sondern übergeben Sie diese an die nächste zuständige und genehmigende Person.
Sources
[1] https://help.openai.com/en/articles/8313428-does-chatgpt-tell-the-truth — OpenAI Help Center, Does ChatGPT tell the truth? [2] https://help.openai.com/en/articles/9237897-searching-the-web-with-chatgpt — OpenAI Help Center, Searching the web with ChatGPT